Eine schematische Darstellung des Ziels vom Lean Management – Der Fokus liegt auf dem Wert.

Was ist Lean Management?

25. Juni 2020 | Lean Strategy, Management, Prozessmanagement, Unternehmensorganisation

Lean Management beschreibt die kontinuierliche Optimierung von Prozessen und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, aber auch Stakeholdern. Somit ist Lean Management als ein gesamtheitliches Optimierungstool für mehr Effektivität und Effizienz zu verstehen.

Der Begriff Lean Management wurde durch die Optimierung der Produktivität bei Toyota zu Ende der 40er Jahre geprägt. Damals sollten die Prozesse dahingehend optimiert oder reduziert werden, welche für den Kunden keinen Mehrwert haben. 

In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Ausrichtung eines schlanken Managements immer weiter perfektioniert und in alle Unternehmensbereiche übernommen. Doch nicht nur das, Lean Management ist heute nicht mehr nur in der Automobilbranche zu Hause.

 

Die 5 Prinzipien des Lean Managements

Den Wert identifizieren

Jedes Unternehmen ist bestrebt, ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten, welches einen Mehrwert für den Konsumenten darstellt. Entsprechend liegt der Wert in dem Problem, welches für den Kunden zu lösen versucht wird. Jegliche Aktivitäten oder andere Prozesse, die nicht mit diesem Wert in Verbindung stehen, gelten als Verschwendung.

 

Die Wertstromanalyse

Mit Hilfe der Wertstromanalyse wird der gesamte Workflow des Unternehmens abgebildet – jeder Prozess, jedes Team, jeder Mitarbeiter, jeder Lieferant.

Dadurch erhält man einen detaillierten Überblick, ob ineffiziente Prozesse vorhanden sind, wer für was zuständig ist und kann Verantwortlichkeiten festlegen.

 

Erstellung eines fortlaufenden Workflows

Nach dem Wertstrom des Unternehmens muss anschließend für jedes Team oder Arbeitsgruppe ein auf dessen Bedürfnissen abgestimmter Workflow-Ausschnitt erstellt werden. Hierbei geht es nicht um das gesamte Unternehmen, sondern vielmehr um die Festlegung und Optimierung der teamübergreifenden Zusammenarbeit.

 

Einführen eines Pull-Systems

Das Pull-System ist eine gute und erstrebenswerte Methode, um Mitarbeiter, aber auch Kunden, zu überzeugen und mitzureißen. Dies wäre die Definition im Marketing.

Beim Lean Management geht es vorrangig um die zeitlich abgestimmte Zulieferung von Material, sowie des zeitlich abgestimmten Einsatzes von Ressourcen. Bei einem Pull-System wird also nur dann gearbeitet, wenn Bedarf besteht. Es wird keine Energie damit verschwendet, Material auf Vorrat zu ordern oder zu produzieren.

Die freigewordenen Ressourcen werden für den WERT eingesetzt.

 

Kontinuierliche Verbesserung

Kein Prozess und kein Konzept ist zu Beginn hocheffizient. Daher gilt dieser Punkt im Management, im Marketing, bei der IT-Sicherheit und beim Datenschutz – einfach überall. Verbessern Sie sich kontinuierlich!

In der heutigen Zeit werden durch technische Neuigkeiten, wie künstliche Intelligenzen und ständig verändernde Marktbedingungen, Anpassungen zur Regel, statt zur Ausnahme.

 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten den Workflow zu optimieren: Feedbackgespräche, Stand-up-Meetings, Scrum, Kanban, Gamification,…

Bei kontinuierlichen Management-Methoden empfehlen sich agile Methoden deutlich besser als klassische und teils starren Werkzeugen. Wie oft dabei Prozesse optimiert werden, kann pauschal nicht gesagt werden. Die Intervalle richten sich nach der Komplexität der Prozesse, der eingesetzten Software, der Anzahl an Mitarbeitern, dem Datenschutz und der Produktionsanlagen.

Titelbild: © André Sandner – andre-sandner.com & stock.adobe.com