Ein Schaubild mit Begriffen zum Thema Datenschutzbeauftragter.

Wann muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden?

22. Juni 2020 | Datenschutzbeauftragter, Datenschutz

Ein Datenschutzbeauftragter (DSB) muss nicht bei jedem Unternehmen bestellt werden. Dennoch sollten die Kriterien genau geprüft und gesetzliche Änderungen verfolgt werden.

Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten kann intern und extern erfolgen. Ein Vorteil des internen Datenschutzbeauftragten ist, dass er sich im Unternehmen gut auskennt. Dagegen hat ein externer Datenschutzbeauftragter den Blick von außen und keinen Kündigungsschutz.

Die Kriterien, wann ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss, wird in der DSGVO im Artikel 37 sowie dem BDSG (neu) im Paragraph 38 geregelt:

  1. Die Kerntätigkeit ist eine umfangreiche regelmäßige und systematische Überwachung von Betroffenen.
  2. Es handelt sich um eine Behörde oder sonstige öffentliche Stelle – außer Gerichte.
  3. Die Kerntätigkeit ist die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten.
  4. Die Kerntätigkeit ist die Verarbeitung von Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten.
  5. Eine Beschäftigung von mindestens 20 Personen mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten. Dies waren ursprünglich 10 Personen.
  6. Es muss eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DFSA) durchgeführt werden.
  7. Eine geschäftsmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung.

Sollte ein Kriterium erfüllt sein, ist im Unternehmen ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen. Sollten Sie unsicher sein, dann lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, da eine fehlerhafte Einschätzung schnell zu Bußgeldern führen kann.

Titelbild: © André Sandner – andre-sandner.com & stock.adobe.com

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